Auf Messer Schneide

Wie viel Messer braucht die gute Küche?
16.08.2017

Sie tragen interessante Namen wie Ausbeinmesser, Santoku oder Tourniermesser und man erhält sie in unterschiedlichsten Materialien: Küchenmesser sind heute eine Wissenschaft an sich. Folgt man der Messerindustrie so sollte man mindestens ein Dutzend unterschiedliche Schneidewerkzeuge im Schrank haben. Doch Kochprofis sagen: Zwei bis drei Messer reichen! Welche das sind? In unserem Themenspecial erfahren Sie es!

 

Darf in keiner Küche fehlen: der Tausendsassa Kochmesser

Egal wie groß die Auswahl ist – wir greifen in der Regel doch immer zum selben Messer, unserem Lieblingsmesser. Weil es gut in der Hand liegt und scharf schneidet. Das klassische „Kochmesser“ oder auch „Chef’s Knive“ genannt ist so ein klassischer Allrounder, der in keiner Küche fehlen sollte. Es schneidet Fisch, Fleisch, Gemüse, Kräuter und Obst, man kann damit auch hacken, wiegen oder filetieren. Die Klingenlänge liegt zwischen 17-21 Zentimetern und je länger die Klinge, umso mehr Einsatzmöglichkeiten gibt es. Wussten Sie’s? Das asiatische Pendant zum europäischen Kochmesser nennt sich Santoku.

Handlich und flexibel: Das Officemesser
Ein weiteres Muss für die gute Küche: Das so genannte Officemesser, auch Allzweck- oder Spickmesser genannt, ist eine Mischung aus Kochmesser und Gemüsemesser. Mit einer Klingenlänge von etwa 8-10 Zentimeter ist es klein und handlich und eignet sich besonders zur Obst- und Gemüseverarbeitung. Schneiden, Putzen, Schälen und die Verarbeitung von Kräutern geht mit diesem Allzweckmesser bestens.

Eine Mini-Säge: Das Brotmesser

Zum Brotschneiden, braucht man ein spezielles Messer mit Säge- oder Doppelwellenschliff. Nur so lassen sich Rinde und das weiche Innere des Laibs sauber durchtrennen. Brotmesser haben eine lange Klinge von etwa 30 Zentimetern.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Auf die Schärfe! Nur ein scharfes Messer ist ein gutes Küchenwerkzeug. Besonders scharfe Klingen haben Messer aus Zirkona-Keramik, die gerade in der japanischen Küche ihre Berufung finden. Präzise Schnitte etwa für Sushi, Sashimi und andere Fischgerichte gelingen bestens mit den Zirkona-Messern. Das High-Tech-Material wird unter enormen Druck und heißen Temperaturen über 1.200 Grad Celsius hergestellt und bleibt dadurch sehr lange, sehr scharf! Auch gegen Säure und chemische Einflüsse ist das Material resistent und darüber hinaus rostfrei, geruchsneutral und antiallergisch. Auch liegen Keramikmesser deutlich leichter in der Hand als Stahlmesser. Ihr Nachteil: Keramikmesser lassen sich nur bedingt schleifen. Aber bei richtiger Pflege muss man das auch gar nicht, da die Lebensdauer ohnehin recht hoch ist.

Für eine lange Lebensdauer: Richtige Messerpflege

Apropos Pflege: Messer sind nur so lange gut, wie sie richtig gepflegt sind. Der Feind jedes Küchenmessers: die Spülmaschine - auch wenn der Hersteller Spülmaschineneignung attestiert! Damit Messer lange schön scharf bleiben, sollten sie nämlich immer direkt nach der Nutzung per Hand mit Wasser gereinigt und anschließend trockengerieben werden. Auch das Material des Schneidebretts ist wichtig; Keramikmesser stumpfen auf Stein-, Glas- oder Keramikunterlagen schnell ab – daher empfiehlt sich hier eine Holz- oder Kunststoffunterlage. Eine lange Lebensdauer verspricht auch die fachgerechte Aufbewahrung – etwa im Messerblock oder in der Schutzhülle. Niemals sollten Messer lose in der Schublade liegen – andere harte Gegenstände könnten die Klinge beschädigen. 

 

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