Mai, oh Mai!

Was es jetzt im Garten zu tun gibt!
02.05.2017

Der Wonnemonat Mai heißt nicht umsonst so: Er erfreut uns mit Flieder und Apfelblüte, sattem Grün und farbenfrohen Frühlingsblühern. Jetzt ist Pflanzzeit für den Sommer – doch Vorsicht: Der Kalender sieht noch ein paar kalte Tage mit Nachtfrost vor: die gefürchteten „Eisheiligen“. Viele Pflanzen und Gemüse sollten erst nach der „kalten Sophie“ “ Mitte Mai ins Freie. Was es sonst noch zu tun gibt, lesen Sie in unserem Gartenkalender.

Wer hat Angst vor Servatius, Bonifatius oder Sophie?
So heißen drei der fünf „Eisheiligen“: Das sind laut Bauernkalender die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai, an denen nachts die Temperaturen noch einmal unter die Nullgradgrenze fallen können. Heikel sind Nachtfröste vor allem für Geranien, junges Gemüse, Kräuter und mediterrane Pflanzen. Daher gilt: Erst nach der „kalten Sophie“ ab 15. Mai ins Freie pflanzen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, wartet gleich noch ein paar Tage länger, bevor er den Balkonkasten bepflanzt und Gemüse- oder Kräuterbeet anlegt. Alternativ kann man die jungen Pflanzen auch mit Gartenvlies oder Zeitungspapier vor den Minusgraden schützen.

Kübelpflanzen langsam ans Licht
Sind die Eisheiligen erstmal um, dürfen mediterrane Kübelpflanzen wieder aus ihrem Winterquartier. Oleander, Kamelien oder Rosmarin kommen jetzt ins Freie und Bougainvilleas müssen zurückgeschnitten werden für neuen Austrieb. Eine gute Gelegenheit bietet sich jetzt zum Umtopfen in ein neues Pflanzgefäß. Ihre Lieblinge werden es blütenreich danken -  Sie freuen sich über frischen Wind auf Terrasse und Balkon. Aber Vorsicht: Nach dem langen „Winterschlaf“ die Pflanzen nicht gleich in die pralle Sonne stellen, sondern langsam an das Licht gewöhnen.

Zeit für den Rasen
Der Mai ist ein optimaler Zeitpunkt für die Rasenpflege. Einmal wöchentlich sollte er geschnitten werden – jedoch nie unter vier Zentimeter Halmlänge. Der Schnitt kann entweder kompostiert oder als Dünger direkt auf dem Rasen verteilt werden. Sattes Grün einen ganzen Sommer lang verspricht eine kleine Wellnesskur: Dazu Unkraut entfernen oder gleich vertikutieren. Dann ausgiebig düngen und an kahlen Stellen nach säen. Die nächsten zehn bis vierzehn Tage auf ordentliche Wässerung achten – perfekt ist das Grün!

Kräuter über Kräuter
Wildkräuter wie etwa Bärlauch oder Waldmeister blühen aktuell und verzaubern mit ihrem Duft. Waldmeister ist während der Blüte am aromatischsten und eignet sich dann besonders gut zum Beispiel für eine Maibowle.  Bärlauch wächst wild an Wegrändern und Waldflächen, ist heutzutage aber auch kultiviert erhältlich. Geerntet werden die Pflanzen allerdings vor der Blüte. Wer unseren Kalender brav befolgt hat und im April Küchenkräuter in Pflanztöpfen am Fenster vorgezogen hat, der darf seine Schützlinge ab Mitte Mai vereinzeln und ins Freie setzen. Mehrjährige, mediterrane Kräuter wie etwa Salbei, Thymian oder Lavendel freuen sich über das Auslichten. Bis zu ein Drittel darf weggeschnitten werden.

Pflanzen, Säen, Düngen und Gießen
Ab Mitte Mai kann man auch endlich das Gemüsebeet im Freien anlegen. Tomaten, Zucchini oder Gurke sind besonders frostempfindlich, daher lieber ein paar Tage länger warten. Bohnen können jetzt direkt im Freien angesät werden, ebenso viele Sommerblumen wie zum Beispiel die essbare Kapuzinerkresse. Wer Jungpflanzen im Beet hat, sollte besonders auf die Bewässerung achten: Neue Anpflanzungen benötigen Wasser, damit sie richtig wurzeln können. Auch mit Dünger darf man jetzt ruhig verschwenderisch umgehen. Ihre Pflanzen werden es lieben! Nachdem ihr „junges Gemüse“ nicht immer klein und niedlich, sondern vielleicht einmal mannshoch sein möchte, ist es auch jetzt an der Zeit für Kletterpflanzen die richtigen Rankhilfe auszusuchen.

Also: Packen Sie’s an!

 

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