Winterhilfe für Tiere

Wie Sie im Freien lebende Tiere in der kalten Jahreszeit unterstützen
16.11.2017

Wenn es draußen so richtig ungemütlich wird, machen wir es uns gerne mit einer wärmenden Tasse Tee auf der Couch gemütlich. Wildtieren im Garten und im Freien lebenden Haustieren fehlt dieser Rückzugsort. Wir verraten in unserem Themenspecial, wie man beste Voraussetzungen für die kalte Jahreszeit schafft und die tierischen Freunde gesund und munter durch den Winter bringt.     

In den Sommermonaten sind unsere Gärten ein wahres Biotop für Tiere und Insekten. Doch bei Schnee und Eis schwinden die natürlichen Futterquellen. Unsere heimischen Singvögel freuen sich umso mehr über aktive Futterhilfe. Stellen Sie ein Vogelhaus an geeigneter Stelle auf und füllen es regelmäßig mit Vogelfutter. In einer solchen Vogelvilla finden die Tiere ein Refugium bei schlechtem Wetter und erhalten die Zutaten für den nötigen Winterspeck. Lassen Sie ruhig auch ein paar verblühte Stauden stehen, statt sie zu schneiden und bieten den Tieren so natürliches Futter an. Ein schönes Vogelhaus erfüllt seinen Zweck gleich dreifach: Es bringt Leben in den winterkargen Garten, ist optisch ein Blickfang und versorgt die Tiere mit lebenswichtiger Nahrung. Mehr über Vogelhäuser.

Das richtige Futter für Igel

Hören Sie es in der Dunkelheit im Gebüsch rascheln? Dann hat vermutlich ein stacheliger Zeitgenosse ihren Garten als Domizil auserkoren. In den Herbstmonaten haben Igel nur ein Ziel: Sich für den Winterschlaf vorzubereiten und möglichst viele Kalorien zu sich zu nehmen. Dabei können Sie helfen: Doch bitte füttern Sie weder Milch noch Brot – das führt zu Durchfällen, die mitunter lebensbedrohlich enden können. Stattdessen eignet sich fette und eiweißreiche Nahrung, wie etwa Katzenfutter, ungewürztes Rührei, hartgekochte Eier oder angebratenes Hack.

Nager im Outdoorstall

Hund und Katze sind von Natur aus bestens gerüstet für die kalte Jahreszeit, haben ihren Lebensmittelpunkt in der Regel allerdings im warmen Zuhause von Herrchen und Frauchen. Anders im Freien lebende Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen. Wenn das Nagerheim winter- und frostsicher ist, spricht nichts dagegen, die Tiere auch in der kalten Jahreszeit draußen zu lassen. Wichtig ist nur, dass die Nager konstant und immer im Freien leben. Nur so können sie ein echtes Winterfell zulegen. Achten Sie darauf, dass der Stall winterdicht, gut isoliert sowie stets trocken und sauber ist. Denken Sie gegebenenfalls über einen Standortwechsel nach, wenn das Gehege zu sehr Wind- und Wetter ausgesetzt ist. Über die Wintermonate empfiehlt sich zudem die Gabe von zusätzlichem Einstreu, Stroh und Heu – damit können sich Kaninchen und Co. eine warme Höhle bauen. Trinkwasser sollte nie einfrieren: Dagegen hilft mehrfach täglicher Wassertausch oder eine Wärmespirale.

Auch Exoten können Winter

Ähnlich wie die heimischen Singvögel ist der Winter für Kanarienvögel, Wellensittiche oder Zebrafinken die Ruhezeit vor der Brut im Frühjahr. In Außenvolieren können die Exoten sogar Minustemperaturen wegstecken, wenn ein paar Voraussetzungen stimmen: Die Wände sollten wärmegedämmt und frostfrei sein. Hier kann eine mit Thermostat betriebene Heizanlage helfen. Wer keine Heizung hat, sollte mehrfach täglich das Trinkwasser wechseln und ganz besonders auf fettreiche Nahrung achten.

 Je tiefer das Wasser…

… umso besser überwintern Goldfische im Gartenteich. Mindestens 80 Zentimeter Wassertiefe sollte Ihr Feuchtbiotop messen, um Fische zu überwintern. Reinigen Sie unbedingt noch einmal vor dem Winter den Teich von Algen und Herbstlaub, entfernen alte Pflanzen und stellen die Sauerstoffzufuhr bei Minusgraden sicher. Dazu lassen Sie zum Beispiel einen Eisfreihalter schwimmen. Aber auch ein Bündel Stroh verhindert das Zufrieren Ihres Gewässers.

 

In diesem Sinne: Der Winter kann kommen!

Vogelhäuser, Outdoor-Käfige und Volieren finden Sie bei point garden und point zoo.